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Versickerung · deutschlandweit

Die Mulde ist da, das Wasser bleibt trotzdem stehen.

Eine Versickerungsmulde, die nicht versickert, ist kein Planungsfehler. Meist ist ihre Sohle während der Bauzeit zugedrückt oder später verschlämmt worden. Beides lässt sich öffnen, ohne die Mulde neu zu bauen.

Warum die Mulde nicht mehr aufnimmt

Der häufigste Grund ist die Bauphase selbst. Über das Gelände fahren Bagger, Betonmischer und Lieferfahrzeuge, oft bei nassem Wetter. Der Untergrund wird dabei zusammengedrückt, und zwar genau dort, wo später die Mulde liegen soll. Die Fachleute nennen das die Bausohle. Sie ist mit bloßem Auge nicht zu sehen, wirkt aber wie ein Deckel.

Der zweite Grund kommt später. Mit jedem Regen schwemmt Wasser feine Bodenteilchen in die Poren der Muldensohle und setzt sie zu. Fachbegriff dafür ist Kolmation. Anfangs funktioniert die Mulde noch, nach ein bis zwei Jahren steht das Wasser immer länger.

In beiden Fällen ist der Boden unter der Sperre oft völlig in Ordnung. Das Wasser kommt nur nicht dorthin. Wo genau die Sperre sitzt und ob darunter noch sickerfähige Schichten liegen, zeigt die Standortanalyse.

Warum das schnell unangenehm wird

Bei Neubauten ist die Versickerung auf dem eigenen Grundstück meist vorgeschrieben. Das Wasserhaushaltsgesetz sieht vor, dass Niederschlagswasser ortsnah versickert wird, und die kommunalen Entwässerungssatzungen setzen das um. Funktioniert die Mulde nicht, hängt daran mehr als ein nasser Garten:

  • Die Schlussabnahme verzögert sich, weil der Nachweis der Versickerung fehlt.
  • Es drohen Gebühren für die Einleitung von Regenwasser in den Kanal.
  • Stehendes Wasser über Tage bringt Geruch und Mückenbrut, und damit Ärger in der Nachbarschaft.

Der übliche Vorschlag lautet dann: Mulde aufbaggern und neu aufbauen. Das ist teuer, dauert, und wenn die Ursache eine Verdichtung darunter ist, drückt die Maschine beim Neubau die nächste Sohle hinein.

Wasser steht in der Mulde und ein Termin mit dem Bauamt steht an? Schildere uns kurz die Lage.

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Wie wir die Mulde wieder zum Laufen bringen

Wir arbeiten von oben, ohne die Mulde aufzugraben. Die Injektionslanze geht in und um die Muldensohle bis in 1,00 bis 1,50 Meter Tiefe. Dosierte Druckluftstöße brechen die verdichtete Schicht auf und schaffen ein Netz aus Rissen statt enger Bohrlöcher.

In die geöffneten Zonen kommt Strukturmaterial aus Diatominerde. Es hält offen, was aufgebrochen wurde, damit sich die Sohle nicht nach einer Saison wieder schließt. Das Wasser findet dadurch Anschluss an die tieferen, sickerfähigen Schichten.

Die Mulde bleibt, wie sie ist. Kein Aushub, keine neue Bepflanzung, keine Maschine, die beim Aufräumen die nächste Verdichtung hinterlässt. Mehr zum Verfahren steht auf der Seite Bodenbelüftung.

„Ich erwarb ein Einfamilienhaus von einem Bauträger. Nach Fertigstellung zeigte sich schnell, dass ein Problem mit der Versickerung von Regenwasser bestand, und zwar auch bei meinen Nachbarn. Bei Regen versickerte das Wasser gar nicht. Ich kontaktierte einen Garten- und Landschaftsbauer, der mir mitteilte, dass eine Drainage helfen könne, die sich jedoch nach einigen Jahren zusetzen werde. Der Bauträger hatte seinerseits eine Drainage im Randbereich verlegt. Diese war aber wirkungslos."
Malek Gharaibeh Auszug aus der Google-Rezension

Wann es nicht funktioniert

Das Verfahren braucht eine Schicht, in die das Wasser abgeführt werden kann. Steht unter der Mulde massiver Fels an oder liegt der Grundwasserstand dauerhaft hoch, gibt es diese Schicht nicht. Dann hilft kein Druckluftstoß, und wir sagen das vorher.

Dasselbe gilt, wenn die Mulde für die anfallende Wassermenge schlicht zu klein bemessen wurde. Das ist ein Planungsthema, kein Bodenthema. Auch das zeigt die Standortanalyse, bevor jemand etwas beauftragt.

Häufige Fragen zur Versickerungsmulde

Warum läuft meine Versickerungsmulde nicht ab?

Meist ist die Sohle der Mulde verdichtet oder verschlämmt. Während der Bauphase fahren schwere Maschinen über das Gelände und drücken den Untergrund zusammen. Später schwemmt Regen Feinteile in die Poren der Sohle und dichtet sie zusätzlich ab. Das Wasser steht dann in der Mulde wie in einer Wanne.

Muss die Mulde neu gebaut werden?

In den meisten Fällen nicht. Wenn unter der verdichteten Sohle noch sickerfähige Schichten liegen, lässt sich die Sperre mit Drucklufttechnik von oben öffnen, ohne die Mulde aufzubaggern. Ein Neubau ist nur nötig, wenn die Mulde grundsätzlich falsch dimensioniert oder am falschen Ort angelegt wurde.

Hilft eine Drainage in der Versickerungsmulde?

Eine Drainage leitet Wasser ab, sie stellt aber keine Versickerung her. Wenn die Entwässerungssatzung eine Versickerung auf dem Grundstück verlangt, löst eine Drainage das Problem formal nicht. Dazu setzen sich Drainagerohre in bindigen Böden mit der Zeit zu. Mehr dazu im Vergleich Drainage oder Bodenbelüftung.

Wie schnell wirkt die Behandlung?

Sobald die Sperrschicht geöffnet und mit Strukturmaterial stabilisiert ist, findet das Wasser wieder Anschluss an die tieferen Schichten. Der Unterschied zeigt sich beim nächsten stärkeren Regen.

Wann hilft das Verfahren nicht?

Wenn unter der Mulde massiver Fels ansteht oder der Grundwasserstand dauerhaft hoch ist, gibt es keine Schicht, in die das Wasser abgeführt werden könnte. Das prüfen wir vor der Maßnahme mit einer Standortanalyse und sagen es, bevor etwas beauftragt wird.

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Wie groß ist die Mulde, wie lange steht das Wasser, und steht ein Termin mit dem Bauamt an? Fotos helfen. Wir melden uns mit einer ersten Einschätzung.

Fotos können Sie uns direkt per WhatsApp an 0162 549 33 52 schicken. Das geht schneller als jeder Upload und hilft bei der Einschätzung.

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